November/Dezember 2011 – Hilfe in Van (Wan)

Nachdem im Oktober 2011 ein schweres Erdbeben (der Stärke 7,2) die Region um die Provinz Van (Wan) erschüttert, zahlreiche Todesopfer (nach offiziellen Angaben ca. 570) und Verletzte gefordert hat und in dessen Folge viele Familien, zumeist mit Kindern, ihre Häuser und Wohnungen (ca. 2300) verloren haben, ist unser Verein aktiv geworden.
Leider waren die Hilfen der örtlichen Verantwortlichen, insbesondere der Regierung nicht schnell genug nicht hinreichend, da nur eine partielle Hilfe erfolgte. Daher sahen wir es für erforderlich an, zumal viele Kinder und Jugendliche betroffen waren, Hilfe zu leisten. Es ging in erster Linie darum, den Opfern des Erdbebens ein Mindestmaß an Unterstützung zukommen zu lassen. Notwendig waren wegen der bitter kalten Witterungen und der mangelnden Lebensmittelversorgung Kleidungsgegenstände, Decken etc. sowie Nahrungsmittel.
Nach dem Erdbeben haben wir zu Spenden für die Opfer des Erdbebens aufgerufen. Dabei haben wir für kurzfristige Spenden auf den Verein Efeu e.V. verwiesen, der ebenfalls gemeinnützig arbeitet. Dadurch wollten wir eine Splitterung der Hilfen verhindern.
Kurz vor Silvester 2011 hat unser Verein, Kinderhilfe Mesopotamien e.V., insgesamt 200 Heizgeräte für die notdürftig in Zelten zusammengepferchten Menschen in Van besorgt. Zudem haben wir 350 Lebensmittelpakete für die Familien besorgt. Diese haben zwei unserer Vorstandsmitglieder vor Ort in Van an die Bedürftigen verteilt. Es war uns sehr wichtig, nicht nur Geld, sondern auch unmittelbare Hilfe für die Opfer zu leisten. Die Hilfeleistung war allerdings auch mit vielen bürokratischen Hürden bzw. Hemmnissen verbunden, welche zu überwinden waren. Dass uns die Hilfe mit dem bewundernswerten Einsatz der sich nach Van begebenden Mitglieder gelungen ist, mach uns sehr froh, auch wenn es insgesamt betrachtet nur ein kleiner Trost in Anbetracht der schweren Folgen war.
Auch in Zukunft wollen wir die Region Van unterstützen, da gewiss der Normalzustand nur sehr langsam wieder einkehrt. Insbesondere ist mit Blick auf die Tatsache, dass Kinder die Schulen nicht mehr besuchen konnten bzw. können der Bedarf an Unterstützung groß.